Montag, 6. November 2017

Spätherbst genießen

Ganz wichtig! Letzte Sonne tanken - wenn sie hier denn schon mal scheint!

Den Herbstwald bewundern, solange noch Blätter hängen.

Aufpassen, nicht von den letzten Sturmopfern erschlagen zu werden


 Die Nachbarn ob ihrer klugen Baumwahl bewundern. Der Ahorn sieht im Herbst einfach sehr lange sehr fantastisch aus.

Bei uns hingegen, selbe Baumart, ganz andere Wirkung ...

Donnerstag, 2. November 2017

Wow, Hirn-Gymnastik

Da ich meine Arbeitsstunden ja aufschreibe (sonst kann ich sie nicht abrechnen), weiß ich: Heute habe ich 4,5 Stunden fast durchgängig konzentriert an einem recht verzwickten Thema gearbeitet. Bei dem ich mich nicht 100% auskenne (mehr so 50-60%), dass technisch ist und viel hin und herprobieren erfordert. War anstrengend, aber irgendwie auch befriedigend (also vor allem, weil am Ende ein akzeptable Lösung stand).

Aber ich weiß schon, warum ich das eine Woche vor mir hergeschoben habe. Dafür brauchte es die richtige Menge Schlaf am Vortag, Konzentrationsfähigkeit und eben 4,5 Stunden ungestörte Zeit, mindestens.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Alle machen mit

Das wäre der Traum. Das war der Traum. Und ein bisschen auch Anspruch. Mit 16 sollten meine Kinder vollwertige Mitglieder in diesem Haushalt sein. Ich nehme sie ernst und finanziere sie - dafür erwarte ich auch, dass sie sich WG-mäßig in der Hausarbeit einbringen.

Tja. Es bleibt spannend. Eventuell bekomme ich demnächst meinen ersten echten Fiesigkeitsanfall und lasse die Kinderwäsche einfach liegen. Waschen wäre, nach dem Pippifax Spülmaschine, das nächste, wo ich gern richtige, verlässliche, regelmäßige Mitarbeit hätte. Rasenmähen auch, aber wenn wir hier anfangen mit dem Wünschewünschen, dann werden wir heute abend nicht mehr fertig.

Also, mein Spruch, mit dem die Kinder mich später sicherlich später genervt zitieren werden: "Das ist doch hier kein Hotel". Wieso denkt irgendjemand zwischen sieben und 13, dass ich GERN immer saubermache, koche, einkaufe, den Tisch abräume, generell das Chaos im Rahmen halte. Und dass ich (oder mein Mann) dafür verantwortlich bin! Als die Kinder noch klein waren, ok. Aber die großen sind jetzt echt, wirklich, tatsächlich fähig, eine Menge selber zu machen. Und nicht nur hin und wieder, wenn es Spaß macht, das Frühstück oder eine Kleinigkeit kochen. Das macht mich natürlich auch schon froh, aber ist nicht das, was hier gebraucht wird.

Na, ich halte Sie auf dem Laufenden, ob es Erfolge oder Misserfolge gibt oder ob einfach alles weiter wie bisher vor sich hinplätschert.

Freitag, 13. Oktober 2017

Ich habe heute die Umwelt geschützt, aber es hat überhaupt keinen Spaß gemacht!

Ja, das klingt nach Kleinkind, aber soweit ich weiß, ist es eines der großen Probleme des Umweltschutzes, das "Verzicht" so verdammt unsexy klingt und eben nach, genau, wenig Spaß.

Sicher hat mich beeinflusst, dass ich kurz zuvor die konsumkritische Linksammlung von Meike Lobo bei der GLS Bank gelesen hatte.

Und so ging ich eben NICHT zu Lidl, um die Skihose für den Sohn (für eine Woche Ski-Exkursion mit der Klasse) für unglaubliche 19,99 Euro zu kaufen, die diese Woche im Angebot ist. Für Kinder sogar schon für 12,99 Euro, aber da ist er schon rausgewachsen.

Nein, ich machte mich brav daran, Ebay-Kleinanzeigen zu durchforsten, mit jemandem aus Eppendorf Kontakt aufzunehmen, weil es näher dran nichts gab (ich bin aus Harburg, das ist also eine halbe Weltreise von mir entfernt). Heute fuhr ich hin zum Abholen (10 Euro für eine gebrauchte Skihose mit zwei, drei kleinen Löchern, statt 20 Euro für eine von Lidl, fabrikneu. Ja, vermutlich von einer absolut unterbezahlten und überarbeiteten Näherin in Myanmar gefertigt).

Auf dem Weg dorthin fing ich 1. zu spät an, 2. verfranzte ich mich, 3. hatte ich noch akute Akku-Panik. Kennt Ihr das? Wenn der Akku des Handys im roten Bereich ist, man das Gerät aber unbedingt für die Navigation bis zum Endpunkt braucht? Kein schönes Gefühl, das muss eine recht neue Art von Stress ein, die man vor 10 Jahren noch nicht kannte. Kam also leicht verschwitzt (natürlich war die Wohnung im obersten Stock, kein Fahrstuhl) und viel zu spät an. Nahm die Hose mit.

Und fühle gerade? Gar nichts. Bin nicht sicher, ob ich das noch mal so machen würde. Ich war ungefähr zweieinhalb Stunden unterwegs (immerhin war das Wetter gut). Der Sohn hat die Hose noch nicht gesehen, aber er ist kritisch und ich bin sicher, er findet was zu meckern. Ich weiß, die Umwelt schuldet mir nichts, sondern andersrum. Aber trotzdem, so macht das doch einfach keinen Spaß!

Donnerstag, 14. September 2017

Erst esst Ihr nur ihre Essensreste auf ...

... aber dann! Irgendwann lohnt es sich, und dann könnt Ihr endlich die Kleidungsstücke auftragen, aus denen Eure Kinder rausgewachsen sind.

Voilà, Beweisstück A, voll modische Turnschuhe.


Also für meine Verhältnisse, sind natürlich von "letzter Saison". Und dass ich "Turnschuhe" sage, spricht vermutlich auch Bände und führt unter Kennern zu Augenrollen. Die aktuellen kann nächstes Jahr der Papa auftragen. Und danach gehen die Sachen dann wieder an die Caritas. Und irgendwann hört das jugendliche Fußwachstum auf. Oder? Oder?!

Ach, und Ihr müsst drauf achten, rechtzeitig den Absprung zu schaffen: Essensreste von jugendlichen Kindern isst man als Eltern irgendwann nicht mehr auf, sonst macht man das noch, wenn die mit 25 zu Besuch kommen.

Dienstag, 12. September 2017

Vorgezogene Altersmelancholie

Ich bin oft früh dran. Meine Midlife Crisis habe ich schon seit Jahren durch (bilde ich mir ein). Die "Eltern" habe ich als junge Studentin gelesen, weil mir die Frauenzeitschriften zu langweilig wurden und sich wiederholten. Wie schnell das bei Elternzeitschriften ebenfalls eintrifft, habe ich kurz darauf gemerkt. Ich hab schon mal in die Brigitte ab 50 reingeschaut ("Woman"? Da gibt es inzwischen so viele Ableger, ich habe den Überblick verloren), ist ja nicht mehr lange hin, besser mal vorbereitet sein.

Nun lese ich von aus dem Haus gehenden Kindern. Habe eine Freundin mit aus dem Haus gehenden Kindern. Und fühle mich, als stünde mir selbst das unmittelbar bevor. Nur noch ganz kurz, dann sind die Kinder größer als ich. Dann werden sie immer schlauer (oder bilden es sich zumindest ein), machen Schulabschluss, ziehen aus, finden Freund oder Freundin und zack, hab ich Schwiegertochter/Schwiegersohn an der Backe und bin überhaupt nicht mehr gefragt im Leben meiner Kinder.

Die enge Beziehung von jetzt kommt nie wieder, für so klug und welterfahren wie jetzt (bilde ich mir ein) halten sie mich auch nicht mehr. Wenn ich dran denke, für wie schlau ich mich mit 19 hielt und für wie rückständig meine Eltern! Ich werde alt, starrsinnig, uneinsichtig und irgendwann bin ich ein Sack alter Haut mit Knochen drin und das Generationenrad dreht sich eine Umdrehung weiter.

Waaahhh!

Sonntag, 10. September 2017

Die neuen Trüffelschweine - freies WLAN

Facebook will mir zeigen, wo in meiner Nähe freie WLAN-Hotspots zu finden sind?

Hab ich gar nicht nötig, ich habe doch Kinder im WLAN-fähigen Alter! Die können mir jetzt schon an jedem gängigen Ort in der Stadt sagen, wo es freies WLAN gibt. Ist ja auch eine wichtige Fähigkeit, wenn man noch nicht mal eigenes mobile Datenvolumen hat.